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Hype it!
Release: PC: 2008
Status: keine Angabe
Plattformen: PC
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Bioware
Genre: Rollenspiel
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Nix für Zartbesaitete

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25
Hype it!
Hoppla! Hatte da jemand vor einigen Jahren etwa keine Lust mehr auf all die herrlich bunte Detailpracht mit Nelken gepflasterter Wiesen, auf die ruhige Idylle plätschernder Wasserfälle und das Strahlen des blauen Himmels? Traf man sich bei BioWare in der Mittagspause etwa zum Meeting und pflügte im Brainstorming RPG-taugliche Szenarien durch? War ja auch keine schlechte Idee. Denn obwohl - oder gerade weil - man der bunten Fantasy lange Zeit den eiskalten Rücken präsentierte, waren es faszinierende Welten, die das Team um Greg Zeschuk und Ray Muzyka da aus dem Ärmel schüttelte.

Eure Heldenparty umfasst bis zu vier verschiedene Charakteren, denen ihr in den Kämpfen taktische Befehle geben könnt.

Das Jadereich eines Jade Empire lockte mit einem enormen Fundus fernöstlicher Finessen, dem farbenfrohen Zauber des alten Chinas und der Mystik faszinierender Kreaturen. Knights of the Old Republic begeisterte mit bislang unerreichter Partyinteraktion und packenden Dialogen etliche Stunden im Star-Wars-Universum, bevor Mass Effect die klinische Reinheit blanker Chromböden, die Monumentalität ausladender Raumstationen einfing. Und nebenbei Dialoge von fast technischer Brillanz durchs Wohnzimmer schallen, die Augen mit realitätsnahen Gesichtsanimationen verzückt durch die Höhlen tanzen ließ.
Irgendwo geistert sogar ein Sonic-Rollenspiel für den Nintendo DS herum, das endlich bestätigte KotOR-MMOG lässt uns auch online zur Sache kommen und die Hoffnung auf die Wachablösung von Star Wars Galaxies aufkeimen. Ja Herrschaftszeiten! Lassen die Kanadier die Dame, die sie und uns so lange begleitet hat, einfach im Stich? Nein. Denn wie aufmerksame Abenteurer wissen, gibt es da noch dieses eine Spiel. Seit einer gefühlten Ewigkeit zucken sie bei der Erwähnung des Titels Dragon Age: Origins (damals noch ohne Zusatz) nervös mit den Augenbrauen. Kein Wunder: echte Infos gab's bislang nicht, und die Hand voll Screenshots, die kurz nach der Ankündigung auftauchte, hat mittlerweile fast schon historischen Wert. Dafür gibt's jetzt endlich neue - ein Klick genügt.

Im Jahr 2008 konnte BioWare die bitterlich schluchzende Fanmeute, die sich jeden Morgen vor den Firmenbüros zusammenrottete und händeringend um Infofetzen bettelte, anscheinend nicht mehr vom gnadenlos überforderten Hausmeister vertreiben lassen. Auf der E3 präsentierte man endlich handfeste Fakten und erste Videos - hier und hier. Die solltet ihr euch übrigens nicht entgehen lassen, geben sie doch brauchbare Einblicke ins Setting des Spiels, das überraschend viele düstere Facetten zeigt. Nach der durch Niewinter tobenden Seuche schlägt man wieder raue Töne an, schockt mit Blutfontänen und wenig zimperlich inszenierten Bildschirmtoden. Der Gegner, versteht sich. Irgendwelche Witcher-Fans in der Nähe?

Die Architektur kann sich absolut sehen lassen und kommt wesentlich düsterer daher als etwa in Baldur's Gate.

Strömender Regen und zuckende Blitze durchbrechen die kaltgrauen Wolken, die über der Fantasywelt Ferelden hängen. Donnerschläge schallen durch die Ruinen eines architektonisch beeindruckenden Burgkomplexes, Fernkämpfer zupfen nervös an ihren Bögen, gepanzerte Schwertschwinger fiebern den kommenden Sekunden entgegen. Es sind die Truppen des Königs Cailan, die sich in dieser unwirtlichen Gegend vorbereiten. Auf etwas richtig Großes, Böses, Stinkiges, wie die Kulisse erahnen lässt. Dann kommen sie. Ganz plötzlich. Missgebildete, narbengesichtige Orkhünen mit stachelbesetzten Plattenrüstungen und gehörnten Helmen stürmen die Burg. Eine riesige Menge Zähne fletschender Bluthunde entweicht den Mauern und schnellt den Angreifern entgegen, gefolgt von brüllenden Soldaten, die sich mit gezogener Klinge in die alles entscheidende Schlacht stürzen. Der königliche Wachhauptmann bellt seinen Leuten den Befehl entgegen, das Feuer zu eröffnen. Brennende Pfeile regnen wie Tausend kleine Nadeln vom düsteren Himmel herab, durchbohren Hals und Körper der Invasoren.

Als Mitglied der königlichen Elite-Einheit Grey Warden greift ihr in die Schlacht ein. Der Auftrag: Einen vom Feind besetzten Turm befreien. Klingt doch recht einfach, oder? Ist es aber nicht, denn überall tobt der Kampf zwischen den königlichen und gegnerischen Truppen; immer wieder schlagen Geschosse wie Kometen ein, lassen die ohnehin schon geschundenen Zisternen erschüttern. Inmitten dieses Getümmels macht ihr euch mit eurer Party auf den Weg in Richtung Ziel. Zwar könnten Baldur's Gate-Veteranen monieren, dass die Anzahl der Partymitglieder auf insgesamt vier zusammengestaucht wurde. Aber immerhin dürfen sich Rollenspieler endlich mal wieder auf ein taktisches Kampfsystem freuen. Okay, nächsten Monat will Drakensang in genau diesem Bereich punkten. Aber welches westliche Rollenspiel servierte zuletzt Kämpfe mit Tiefgang, die über sinnentleerte Klickorgien hinausgehen? Neverwinter Nights 2?
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Kommentare

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  • 22.07.2008 - 21:11 Uhr Valve

    hört sich wie immer alles schön an.

    aber wie bekannt, "nix wird so heiss gegessen wie es
    gekocht wird"

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