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3
Hype it!
Release: NDS: 2008
Status: Released
Plattformen: NDS
Publisher: bhv
Entwickler: keine Angabe
Genre: Jump'n Run
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Schweinische Action

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3
Hype it!
Wem geht es ähnlich? Bei all dem Effektfeuerwerk, das dieser Tage im Rahmen moderner Computerspiele über uns hereinbricht, sehnt man sich doch fast schon wieder in die Zeiten von 8-Bit-Konsolen samt Pixelgrafik und Piepssound zurück. Einfach mal wieder die simple Unbeschwertheit früherer Tage genießen. Ok, das klingt jetzt nach nostalgischen Tagträumen, die von geschönten Kindheitserinnerungen vernebelt sind. Mag schon sein, aber ein wahrer Kern steckt dennoch darin. Wenn man dann noch so ein herrlich altbackenes Spiel wie Barnyard Blast in Händen hält, ist es um besagte Spieler endgültig geschehen.

Das Cowboy-Schwein in Aktion: Das ständige Verdreschen von Untoten ist auf Dauer zu eintönig und einfallslos.

Kein bisschen ernst
Jaja, jetzt gehen bestimmt viele Finger in die Höhe und kritische Leser setzen zu einem "Moment mal, altbackene Grafik und Gameplay; das wird doch sonst immer moniert" an. Im Prinzip stimmt das schon, doch es kommt immer auf die Absicht der Entwickler und die Verpackung an. Es ist ein Unterschied, ob ein Spiel eigentlich "modern" sein will, dieses Ziel aufgrund von handwerklichen Schnitzern aber verfehlt oder sich selbst ein wenig auf die Schippe nimmt. Letzteres trifft auf
Barnyard Blast definitiv zu. Durch den gesamten Spielverlauf zieht sich ein humoristischer Faden, und man merkt zu jeder Sekunde, dass sich die Entwickler samt ihres Projekts nicht sonderlich ernst nehmen. Schmunzler sind programmiert, wenn man sich mit dem Cowboyhut-bewährten Schwein Robert Belmart durch Zombiehorden ballert und schlägt.

Äh, Robert Belmart? Das klingt doch fast wie... Genau, wie Belmont und ist somit ein Seitenhieb auf die frühen Castlevania-Spiele. Diese Ähnlichkeit macht sich jedoch nicht nur im Namen des Helden bemerkbar. Die gesamte Mechanik ist an Titel dieser Art und Zeit angelehnt: Man läuft mit dem schweinischen Protagonisten durch mehrere Levels, schwingt dabei die Peitsche und beseitigt auf dem Weg zum finalen Schloss einen Untoten nach dem anderen. Wahlweise greift man auf andere Waffen wie zum Beispiel eine Pistole oder Dynamit zurück. Allerdings sollte man dabei den Munitionsvorrat stets im Auge behalten. Das ist aber meist schon der einzige Anflug von Taktik, der sich bemerkbar macht. Ansonsten präsentiert sich das Spielgeschehen von einer fast schon schmerzhaft-banalen Seite. Man verdrischt ganze Horden von Zombies, ehe man in den nächsten Levelbereich ziehen darf und die Untotensäuberung von vorne beginnt. Ernsthafte Hüpfpassagen oder gar Rätsel muss man schon mit der Lupe suchen. Wer einen Faible für Spiele dieser Art hat - vor allem aus früheren Konsolenzeiten - wird daran sicherlich seinen Spaß haben. Andererseits bietet Barnyard Blast zu wenig, um den heutigen Standards in Sachen Leveldesign und Ideenreichtum zu genügen.

Diese süßen Borstentiere müssen aus einem Schloss gerettet werden - mehr Story gibt's nicht.

Au Schwarte
Zudem ist das Spiel trotz seines simplen Strickmusters alles andere als leicht. Manche Passagen stellen selbst geübte Spieler vor Herausforderungen und verleiten zum berühmten Biss in die Tischkante - oder den Nintendo DS. Ah, apropos Nintendo DS: Dessen Möglichkeiten werden nur sporadisch eingesetzt. So ist es zwar möglich, die Waffen per Touchscreen zu wechseln, doch ein Druck auf die Schultertaste ist deutlich schneller und komfortabler. Abgesehen davon lässt das Button-Layout einige Wünsche offen und hat gerade in den Hüpfpassagen seine Tücken. Warum man das Modul dennoch immer wieder mal in das Handheld steckt, hat einen simplen Grund - der Charme des Spiels. Sowohl der bereits erwähnte Humor als auch die liebevollen Details (z.B. das Outfit des Helden) haben eine gewisse Anziehungskraft. So quält man sich - besseren Wissens zum Trotz - durch die monotonen Levels.

Denn auch grafisch hat Barnyard Blast nicht sonderlich viel zu bieten. Zwar sehen die Figuren recht nett aus und die Hintergründe sind stimmig in Szene gesetzt - samt Parallax-Scrolling. Allerdings sind die Animationen etwas hakelig geraten und hübsche Effekte Mangelware. Selbiges gilt für die auf Dauer etwas nervige Soundkulisse. Die Musik hingegen ist stimmig und hörenswert.
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