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5
Hype it!
Release: PSP: 2008
Status: Released
Plattformen: PSP
Publisher: Sony
Entwickler: High Impact Games
Genre: Action-Adventure
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Gute Freunde kann niemand trennen...

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Hype it!
Der arme Clank traut seinen Augen nicht, als er auf dem Dach des Boltaire-Museums herumturnt und seinen Freund und Kampfgefährten Ratchet beobachtet, wie der den wertvollen Kristall "Auge der Unendlichkeit" entwendet. Falls das Steinchen den nächsten Urlaub finanzieren sollte, kann das sympathische Fellknäuel diesen Gedanken sofort zu Grabe tragen, denn schon am Ausgang wird der Dieb von den Wachen gestellt und inhaftiert. Selbstredend, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Ein Fall für Secret Agent Clank!

Nach dem farbenfrohen Introvideo wird man mitten ins zweite mobile Abenteuer der Kulthelden geworfen. Zu Spielbeginn ziehen wir uns Clanks Geheimagentenanzug an, der dem Roboter ausgesprochen gut steht. Passend zum Secret-Service-Look kommen wir mit Haudrauf-Methoden nicht weit. Im Museum gilt es Spuren zu suchen. Roboterhunde, patrouillierende Blechwachen und Laserschranken erleichtern uns diesen Job nicht unbedingt. Immer wieder umgehen wir die Störenfriede, indem wir uns auf leeren Sockeln zwischen Statuen platzieren. Oder hinter Pflanzen verstecken und die Wächter vorbeiziehen lassen. Werden wir doch einmal entdeckt, kann Clank sich seiner Haut durchaus erwehren, indem er sein berüchtigtes Clank-Fu anwendet. Die ersten Prügeleien laufen mit bloßen Fäusten ab, im Spielverlauf schickt uns der Geheimdienst zudem ein ganzes Arsenal an Waffen und Agentenwerkzeugen. Neben Wummen verschiedenster Kaliber sind es vor allem so nützliche Dinge wie eine Tintenspritze, die uns in den Missionen weiterbringen. Das Gadget, das jeden Tintenfisch vor Neid erblassen lässt, verkleistert die gefährlichen Laser und garantiert so freien Durchmarsch für den kleinen Roboter.

Bewegt sich Clank unauffällig, kann er sich von hinten an seine Gegner heranschleichen und sie ohne größeres Risiko erledigen. Allerdings nur, wenn man eine zufällig generierte Sequenz von vier Aktionstasten in kurzer Zeit drückt. Ist man zu langsam oder erwischt die falsche Taste in der Reihenfolge, wird man entdeckt und muss sich dem Kampf stellen. Sollte man dabei von den Feinden demontiert werden, wird man automatisch am Beginn des jeweiligen Abschnitts
wiederbelebt. Gelingt im Idealfall ein unbemerkter Durchmarsch, darf man sich über Extras freuen. Zudem findet man in fairen Abständen Kisten, um die Gerätschaften nachzuladen und Verkaufsautomaten, die gegen die Bolzen besiegter Gegner neue Gimmicks ausspucken. Immer wieder lockern abwechslungsreiche Sequenzen das Jump'n'Run-Gameplay auf. Eine komplizierte Sequenz aus Laserschranken und Wachen meistert man beispielsweise, indem man im Stil von Guitar Hero im Rhythmus die richtigen Tasten einer vorbeiziehenden vorgegebenen Reihenfolge drückt. Nach diesem Spielbeginn ist die Erwartungshaltung natürlich groß.

Kaum haben wir die ersten Spuren entdeckt, wechseln wir den Charakter. Ratchet erwacht verwirrt in seiner Zelle im Hochsicherheitstrakt. Anstatt faul auf der Pritsche herumzuliegen und auf die Rettung durch Clank zu warten, geht es in die Arena des Gefängnisses, um gegen andere Gefangene anzutreten. Klingt ein wenig nach Ratchet: Gladiator? Spielt sich auch so. Unsere Hauptaufgabe lautet also, eine fest vorgegebene Anzahl von Runden gegen immer stärkere Gegner zu überleben. Als dritter spielbarer Charakter im Bunde bekommt Qwark, der Superheld in Spe, seinen Auftritt. Mit ihm spielt ihr actionbetonte Sequenzen seiner Memoiren. Viel mit der eigentlichen Geschichte hat das nicht zu tun, im Spielverlauf wirken sowohl Qwarks als auch Ratchets Auftritte schnell wie Lückenfüller, die die Spielzeit künstlich in die Länge ziehen sollen. Was anfangs noch für Abwechslung sorgt, unterbricht auf Dauer nur den Geschichtsverlauf, wirkt gegen Spielende eintönig und einfallslos.

Spielerisch bleiben die Schleichmissionen des Roboters also das Highlight in Secret Agent Clank. Dank der eingängigen Steuerung, die man innerhalb weniger Minuten verinnerlicht, sollten schnelle Erfolge eigentlich garantiert sein. Leider macht die Kamera unserem kleinen Agenten einen Strich durch die Rechnung. In den zahlreichen engen Gängen rückt die Perspektive dem Geheimagenten so nah auf die Blechpelle, dass die Übersicht schlichtweg verloren geht. Zwar kann man den Blick mit den beiden Schultertasten schwenken, das kostet jedoch Zeit und dadurch nicht selten das virtuelle Leben. Gerade bei langen Sequenzen, bei denen die Wiedereinstiegspunkte weit auseinander liegen, kann das für unnötigen Frust sorgen. Darüber kann auch die wechselhafte Grafikqualität nicht hinwegtrösten. Während einige Levelabschnitte mit witzigen Ideen und hübschen Designs begeistern, stört anderenorts schnöde Eintönigkeit.

Zum Glück bleibt dem Agenten und seinen Freunden der serientypische Humor erhalten. Das fällt schon im Museum auf, wo Clank auf Neanderbots trifft und sich über die mangelhafte Intelligenz der ersten Schaltkreise lustig macht. Immerhin stellten seine Vorfahren ihr Unverständnis der simpelsten technischen Zusammenhänge zur Schau, indem sie eine Streitaxt mit einem Laserzielvisier ausrüsteten. Auch die Sprachausgabe macht durchweg Spaß, die Synchronisation ist hervorragend gelungen und unterstreicht den Spielwitz an zahlreichen Stellen. Musikalisch sieht es da leider weniger gut aus, denn es gibt nur wenige Stücke. Diese orientieren sich an den Soundtracks einschlägiger Agentenfilme. Meist herrscht aber Stille, die vornehmlich von Kampfgeräuschen zerrissen wird. Dabei wiederholen sich einige Effekte so oft, dass sie schon nach wenigen Minuten an den Nerven zehren.
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