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7
Hype it!
Release: NDS: Juni 2008
Status: Released
Plattformen: NDS
Publisher: Tecmo
Entwickler: Tecmo
Genre: Action-Adventure
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Stylus-Ninja an die Macht

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6
Hype it!
Eine idyllische Lichtung mitten im Wald. Eine - so weit das vermummte Gesicht diesen Eindruck zulässt - hübsche Ninja-Dame schlendert den Pfad in Richtung ihres Heimatdorfes entlang. Doch was war das? Ein Knacken im Unterholz, ein kurzes Rascheln im Laub der Bäume. Plötzlich ist die Kämpferin von mehreren Widersachern umzingelt. Nur kurz werden Blicke ausgetauscht, dann sprechen die Schwerter. Metall prallt klirrend aufeinander, Kampfschreie schallen durch den Wald. Es ist fast... Stopp! Eine Sekunde bitte innehalten. Es handelt sich hierbei doch um einen Ableger der Ninja-Gaiden-Serie samt dessen Hauptdarsteller Ryu Hayabusa? Warum ist hier also ständig von einem weiblichen Ninja die Rede? Wir können euch an dieser Stelle beruhigen: Zum einen handelt es sich bei der agilen Dame um die hübsche Momiji, die eine wichtige Rolle in der Story von Ninja Gaiden: Dragon Swordd spielt. Zum anderen dient dieser kurze Abschnitt nur als Einleitung in das Spielgeschehen, in dessen Rahmen man sich mit der Steuerung vertraut macht. Ryu greift wenig später aktiv ins Geschehen ein; nichtsdestotrotz weiß die Einführung mit Momiji durchaus zu gefallen.

Selbst in hektischen Situationen hinterlässt die Stylus-Steuerung insgesamt einen guten Eindruck.

Slice and Dice with Style ... äh....Stylus
Über die Hintergrundstory wollen wir uns an dieser Stelle nicht ausführlich auslassen. Zum einen ist sie bei aller Action sehr nebensächlich, zum anderen wollen wir euch das gewisse Maß an Spannung, das mithilfe der Cutscenes aufgebaut wird, nicht nehmen. So viel sei gesagt: Es dreht sich alles um das legendäre Drachenschwert und eine finstere Macht, die sich Ryu entgegenstellt. Wenden wir uns lieber dem eigentlichen Spielgeschehen und somit der Action zu. Letztere steht ganz klar im Vordergrund, auch wenn es einige ruhigere Abschnitte mit kleineren Rätseln gibt. Dennoch liegt der Fokus serientypisch auf spektakulär inszenierten Kämpfen mit dem Schwert. Die erste Überraschung erleben die Fans jedoch bereits kurz nach dem Start des Spiels. Im Gegensatz zum Großteil der anderen Nintendo DS-Spiele muss man bei diesem Titel das
Handheld hochkant halten. Während das eigentliche Geschehen auf dem Touchscreen präsentiert wird, findet man auf dem linken Bildschirm eine Übersichtskarte des aktuellen Levels. Letztere ist recht übersichtlich und enthält sogar Symbole für Speicherstellen und Höhleneingänge - Verlaufen ist nahezu unmöglich.

Das ist aber auch fast nicht möglich, da die meisten Levels recht linear aufgebaut sind. Ryu marschiert von einem Teilabschnitt zum nächsten, räumt einige Widersacher aus dem Weg und setzt dann seinen Weg fort. Manchmal gilt es jedoch auch Hindernisse mit Sprüngen oder akrobatischen Einlagen zu überwinden - ganz nett gemacht. Die Hauptzeit des Spiels verbringt man jedoch damit, die zahlreich auf Ryu einstürmenden Feinde von den Beinen zu holen. Spätestens hierbei kommt die zweite (kleine) Überraschung zum Tragen. Die komplette Steuerung erfolgt via Touchscreen. Ein kurzes Antippen des Bildschirms genügt, um den Ninja in die gewünschte Richtung zu lenken. Vertikale und horizontale Striche mithilfe des Stylus lösen Schwerthiebe aus, und jeder beliebige andere Knopf (wir empfehlen das Digikreuz) dient zum Blocken einer Attacke. Im weiteren Spielverlauf lernt Ryu einige Spezialangriffe, die mehrere Stylus-Aktionen miteinander verknüpfen und besonders durchschlagskräftig sind. Das alles geht in der Praxis erstaunlich flüssig und nahezu fehlerlos von der Hand. In der Hitze des Gefechts kann es durchaus mal passieren, dass der Protagonist zu einem Sprung ansetzt, obwohl man eigentlich einen Vertikalschlag ausführen wollte. Solche Missgeschicke bilden jedoch die Ausnahme. Es bleibt anzumerken, dass man sich auch lediglich auf die Standardschläge beschränken kann, um sich durch das komplette Spiel zu schnetzeln.

Für Nintendo DS-Verhältnisse brennt das Spiel ein beeindruckendes 3D-Feuerwerk ab.

Karma ist alles
Dennoch hat es seinen Reiz, möglichst viele Spezialmanöver anzusetzen. Zum einen sind diese bei den zähen Bossgegnern sehr empfehlenswert. Zum anderen steigert man mithilfe variantenreicher Kämpfe seinen Karmawert. Per WiFi-Funktion kann man diese Punktzahl mit anderen Spielern aus der ganzen Welt vergleichen und somit erkennen, wer der bessere respektive begabtere Kämpfer ist - durchaus motivierend. Doch zurück zum eigentlichen Spielgeschehen. Neben den Nahkampfattacken greift Ryu wahlweise auf Wurfsterne zurück, die er auf weit entfernte Gegner schleudert. Und was wäre ein Ninja ohne Magie? Das so genannte Ninpo-System kommt auch in Ninja Gaiden: Dragon Sword zum Einsatz - angepasst an das Handheld. Einen vollen Energiebalken vorausgesetzt, aktiviert man per kurzem Tippen auf ein Symbol den Magie-Modus. Dadurch wird das Geschehen kurzzeitig pausiert und es gilt, ein Symbol in Sanskrit nachzuzeichnen. Wurde das erfolgreich gemeistert, steigt man wieder in den Kampf ein und vollendet die magische Attacke. Eigentlich eine nette Idee, die zudem gut umgesetzt wurde, doch auf Dauer stört es dann doch ein wenig den Spielfluss.

Ein weiterer leicht fader Beigeschmack ist der Schwierigkeitsgrad des Spiels. Obwohl das jüngste Abenteuer von Ryu Hayabusa keineswegs simpel ist, wird nicht annähernd der Anspruch der Xbox-360-Versionen erreicht. Eingefleischte Fans der Serie fühlen sich somit eventuell etwas unterfordert. Halbwegs geübte Spieler haben nach rund sechs bis acht Stunden den Abspann vor Augen. In dieser Zeit wird man jedoch nicht nur spieltechnisch, sondern auch optisch gut unterhalten. Für DS-Verhältnisse brennt Team Ninja ein kleines 3D-Feuerwerk ab, das trotz detaillierter Hintergründe und mehreren Figuren niemals ins Stocken gerät. Ok, schaut man etwas genauer hin, sind einige Texturen etwas detailarm ausgefallen. Insgesamt bewegt sich das Spiel jedoch auf einem hohen Grafikniveau. Auch die Musik passt hervorragend zum Geschehen. Eine echte Sprachausgabe gibt es nicht, doch hin und wieder ertönt ein kurzes Stöhnen oder ein Aufschrei - ganz nett.
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