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Hype it!
Release: XBox 360: 22.05.2008
PS3: 22.09.2008
Wii: 22.09.2008
PS2: 22.09.2008
Status: Released
Plattformen: PS2, PS3, Wii, XBox 360
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: Harmonix
Genre: Anderes
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Plastik-Kapelle

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Hype it!
Wieder einmal gilt es, als virtueller Musiker eine ganze Reihe von Konzerten zu geben, um mit dem verdienten Geld den eigenen Status zu verbessern. Die sehr lineare Solo-Karriere für alle vier Instrumente orientiert sich dabei am Guitar Hero-Prinzip und staffelt die Songs nach Schwierigkeitsgrad. Interessanter wird es schon eher, wenn man in einer Combo auftritt, denn dann offenbart Rock Band eine völlig neue Herangehensweise, bei der man sich Locations und zu rockende Songs in einem gewissen Rahmen selbst aussuchen kann. Einziger Kritikpunkt an dieser erfrischend neuen und auch flexibleren Karriere ist lediglich der fehlende rote Faden. Gerade am Anfang vermisst man eine Einführung in das neue System, da man einfach vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Bis wir also festgestellt hatten, dass man kleine Konzerte selbst zusammenstellen und die Songs somit nacheinander spielen kann / muss, vergingen ein paar Runden.

Am oberen Rand läuft die Gesangsspur von rechts nach links. Darunter findet ihr die drei Spuren für die Instrumente. Links die Gitarre, mittig das Schlagzeug und rechts der Bass.

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Wie dem auch sei, knapp 70 Titel von vielen bekannten und einer Hand voll Indie-Künstlern warten darauf, von euch auf den Pseudo-Instrumenten umgesetzt zu werden. Allerdings ist die Auswahl für Harmonix-Verhältnisse relativ seicht und mainstreamig ausgefallen. Nicht, dass es keine tolle Musik bei Rockband gäbe, schließlich sind Stücke wie David Bowies Suffragette City, Metallicas Enter Sandman, R.E.M.s Orange Crush oder Should I stay or should I go von The Clash unvergessliche Klassiker. Auch der Rest der Liste, der mit The Police, Deep Purple, Nirvana, Soundgarden, Radiohead und vielen anderen Bands diverse Stilrichtungen abdeckt, kann sich in Sachen Hörgenuss behaupten. Nur fällt auf, dass unheimlich viele Stücke mit einem moderaten Tempo gewählt wurden. Düster dreinblickende Langhaar-Mosher werden mit der Grundausstattung der Disc also sicherlich nicht glücklich, was unter anderem der angestrebten Massentauglichkeit zuzuschreiben ist.


Das ist aber nicht der einzige Grund für die etwas seichtere
Musikauswahl. Wie wir in unserem Redaktions-Test feststellen konnten, ergeben sich nämlich beim Rudel-Rocken ein paar witzige Probleme. Ein schönes Beispiel: Wenn der Drummer draußen ist, sind alle draußen. Sprich, wenn der Schlagzeuger den Takt nicht stabil halten kann, leidet die ganze Band darunter, worüber man als banderfahrener Musiker durchaus schmunzeln muss, denn in der Realität ist es ganz genauso. Daher scheint es logisch, dass nicht nur Songs ausgewählt wurden, an denen möglichst alle Teilnehmer gleich stark beteiligt sind, sondern vor allem solche, die für alle Instrumente einen ähnlichen Schwierigkeitsgrad offerieren. Schließlich soll der Schlagzeuger selbst im einfachsten Schwierigkeitsgrad noch das Gefühl haben, genauso viel Anteil an der Musik zu haben, wie der Gitarrist, der sich auf "Profi" die Finger wund spielt. Ein (großes) Trostpflaster findet ihr zudem im Downloadcontent, der mit ganzen Alben unzähliger Künstler gefüllt ist.

Ob euch dieser Umstand zusagt, müsst ihr selbst entscheiden. Wir fanden es jedenfalls recht löblich, dass man sich nicht bei einigen Songs die Finger verknotet, wie es bei GH 3 der Fall ist. Ein Äquivalent zu "Through Fire and Flames" sucht man also bei Rock Band vergebens. Selbst "Hier kommt Alex" von den Hosen wird hier schon als schwieriger Song aufgeführt. Dies bestärkt durchaus den Bandgedanken, denn auf diese Weise werden herausstechende Solo-Artisten vermieden. Trotzdem wären ein paar schwunghaftere Songs, die mein Kollege Daniel Ullrich so schön als "Party Knaller" eingrenzte, sicher auch gut angekommen.

Die einzelnen Instrumente im Überblick

Gitarre und Bass

Die Gitarre wurde einer Fender Stratocaster nachempfunden und weist neben den neuen Solo-Buttons auch einen Hebel für Klangeffekte auf.

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Jeder, der Guitar Hero gespielt hat, sollte prima mit dem Gitarren- und Bass-Anteil von Rock Band zurecht kommen, denn die Noten auf dem Bildschirm liegen in den gleichen Farben vor, nur die Symbole sind etwas schmaler und rollen auf einem langsameren Band auf euch zu. Nach kurzer Eingewöhnung kommt man aber mit der neuen Darstellung sehr gut zurecht, wobei es nun ein wenig schwerer ist, die Symbole für Hammer-ons und Pull-offs rechtzeitig zu erkennen, da sie sich nur durch ihre etwas geringere Breite von den regulären Noten unterscheiden.

Musikspiel-Veteranen sollten sich bei Gitarre und Bass jedoch vorab im Klaren sein, dass Rock Band sie nicht an ihre geschicklichen Grenzen bringen wird. Das hängt mit der bereits erwähnten Musikauswahl zusammen, die nur selten in die Extreme geht. Dafür sind die Stücke interessanter zu spielen als bei Guitar Hero 3, da man sich diesmal auf eine Gitarre beschränkt. Im Gegensatz zu Activisions Musikspiel-Vertreter lässt euch Rock Band also nicht zwischen zwei Instrumenten hin und her springen, auch wenn ihr dafür manchmal nur im Hintergrund zu hören seid.

Die neue Rock Band Gitarre, die im Instrumenten-Paket enthalten ist, aber wie jedes Instrument auch einzeln erworben werden kann, ist ein leicht verkleinertes Plastik-Replikat einer Fender Stratocaster und verfügt über eine ähnliche Ausstattung wie der Gibson-Kollege aus Guitar Hero 3. Mit fünf Hauptbuttons am oberen Ende des Gitarrenhalses werden die Töne bestimmt und über einen Bügel am Corpus angeschlagen. Allerdings ist die Rock Band-Klampfe deutlich besser ausgearbeitet, denn der Tremolo-Haken ist länger und stabiler angebracht, während die Fretbuttons in das Griffbrett eingelassen wurden. Dadurch fallen die Tasten größer aus und lassen sich angenehmer spielen. Auch der Anschlagbügel klickt nicht mehr laut, da er nun nicht mehr mittig abgefragt wird, sondern auf der oberen und der unteren Position. Dadurch lässt sich der Bügel übrigens auch gröber anspielen. Ihr könnt endlich nach Herzenslust schrubben und müsst nicht mehr die Finger zum Picken bereithalten. Ein Fest für Poser.
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Kommentare

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  • 23.05.2008 - 09:15 Uhr karaokefreak

    Hab schon die drum tour auf Medium durch... war mir
    wohl zu einfach :D. Jetzt nehm ich mir "Hard" vor ...

  • 15.05.2008 - 08:16 Uhr

    Habe das Spiel zu Hause. Finde es top. Der deutsche
    wird natürlich wieder abzockhaft zur Kasse gebeten. 170
    Euro für das Instrumenten Pack und nochmal 60 für das
    Spiel. In USA kostet alles 170 DOLLAR (das muss man
    sich mal auf der Zunge zergehen lassen).

    Ich empfehle hier den absoluten Kauf-Boykott.

    ANsonsten ist das Spiel toll!!!!

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