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5
Hype it!
Release: PS2: 2008
Status: Released
Plattformen: PS2
Publisher: THQ
Entwickler: Omega Force
Genre: Action-Adventure
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Extremes Recycling

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5
Hype it!
Einige werden das Actionspiel Samurai Warriors schon kennen und stellen sich an dieser Stelle die berechtigte Frage, was sich denn hinter dem Titel mit dem Namenszusatz Xtreme Legends verbirgt. Das ist schnell beantwortet: Xtreme Legends ist im Prinzip eine Art Standalone-Addon, das dieselben Mechaniken und Spielabläufe bietet, diese jedoch mit einigen Zusätzen ergänzt. Sprich: Am Spielprinzip hat sich nicht ein Byte geändert und man bekommt lediglich neue Charaktere samt deren Hintergrundstories, ein paar zusätzliche Waffen sowie einen weiteren Spiel-Modus - dazu gleich mehr. Wer also eine Überarbeitung des aus dem "Vorgänger" bekannten Buttonmashings erwartet, sollte das Spiel unbeachtet im Regal des Händlers stehen lassen.

Trotz einiger halbwegs ansehnlicher Effekte ist die Optik des Spiels keinesfalls zeitgemäß oder gar "hübsch".

Nix Neues im Osten?
Wer Samurai Warriors oder ähnliche Titel wie zum Beispiel Dynasty Warriors nicht kennt, dem sei an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung geboten. Man schlüpft in die Rolle eines mehr oder weniger bekannten Generals aus der Zeit des feudalen Japans und schnetzelt sich per Dauerknopfdrücken durch ganze Hundertschaften von feindlichen Soldaten. Hin und wieder kommt es zu einer Konfrontation mit einem General, der einen Hauch mehr Taktik verlangt; auf Dauer ist man jedoch lediglich damit beschäftigt, ein bis zwei Knöpfe möglichst schnell und ausdauernd zu bearbeiten - das war's. Ok, ab und an lässt man einen flächendeckenden
Spezialangriff vom Stapel, doch die Spielmechanik dürfte jetzt bekannt sein.

Was anfangs noch einigen Spaß macht, entfaltet nach spätestens ein bis zwei Stunden ein Gefühl der gepflegten Langeweile. Kaum Abwechslung, wenig Herausforderung und repetitive Bewegungsabläufe - gähn. Das Schlimme: Xtreme Legends macht sich nicht mal die Mühe, dieses System zu ändern, ganz im Gegenteil. Die Einführung neuer Charaktere mag auf den ersten Blick reizvoll sein, denn immerhin bekommt man durch sie auch neue Stories geboten. Da jedoch der spielerische Mehrwert bei nahezu null anzusiedeln ist, bekommt man lediglich mehr vom Selben. Wer also den Vorgänger schon nicht mochte, wird mit diesem Spiel ebenfalls nicht glücklich werden. Es gibt jedoch immerhin einige durchaus interessante Ansätze. So wurde das Levelcap der Charaktere etwas weiter nach oben gesetzt, so dass man sie intensiver ausbauen respektive aufwerten kann. Auch das Sammelfieber kommt kurzzeitig auf, denn man möchte dem Protagonisten nur zu gerne eine bessere Waffe spendieren. Zudem kann man neue Wächter anheuern, was ebenfalls etwas Freiraum für Experimente lässt. Wen nimmt man mit in die nächste Schlacht? Wessen Fähigkeiten kann man am ehesten gebrauchen?

Die neuen Charaktere ändern auch nichts daran, dass die Spielmechanik in Langeweile und Monotonie versinkt.

Alter Hut made in Japan
Des Weiteren wartet mit dem so genannten "Mercenary Mode" eine neue Spielvariante auf alle Fans. Schade nur, dass sich diese schon nach kurzer Zeit als simple Abfolge der bereits bekannten Buttonmashing-Schlachten erweisen, die lediglich in eine Art Missionsstruktur gepresst wurden. Man sollte den Verfasser dieser Zeilen nicht falsch verstehen: Die soeben erwähnten Punkte sind allesamt prima und scheinen den Staub von der ewig gleichen Kriegsmaschinerie zu blasen. Doch das alles ist lediglich Fassade. Im Kern bekommt man die gleiche Spielmechanik präsentiert - wieder und wieder, ohne Neuerungen. Ärgerlicherweise braucht man zudem auch das "Hauptspiel", um in den Genuss sämtlicher Inhalte zu kommen. Wer seinen Charakter aus Samurai Legends 2 aufs Schlachtfeld schicken will, benötigt einen entsprechenden Spielstand. Es stellt sich also letztendlich die Frage, ob es hier nicht nach Abzocke riecht. Immerhin bekommt man Recyclingware mit wenigen Neuerungen vorgesetzt, für die man dennoch rund 30 Euro auf die Ladentheke legen soll.

Zumal noch nicht mal die Technik verbessert wurde und somit nicht überzeugen kann. Wie schon das "Hauptspiel" hat auch Xtreme Legends mit einigen Optikschnitzern zu kämpfen. Gegner ploppen aus dem Nichts plötzlich auf, Kantenflimmern wohin das Auge blickt und teils richtig hässliche Texturen lassen an den Fähigkeiten der Designer zweifeln. So etwas geht im Zeitalter von God of War 2 & Co. deutlich besser. Ein weiterer Beweis dafür, dass sich das Team von Omega Force lediglich auf Wiederaufbereitung des bereits vorhandenen Materials beschränkt hat. Selbiges gilt auch für die Sprachausgabe, die nicht gerade mit professionellen bzw. begabten Sprechern aufwartet. Die Musikuntermalung passt hingegen thematisch gut zum Geschehen und geht schnell ins Ohr - einer der wenigen Glanzpunkte des Spiels.
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