Auf der diesjährigen Games Convention stellen die Entwickler von Ascaron auch die Wirtschaftssimulation Vermeer 2 vor, die bereits Anfang September im Handel zu erwerben sein wird. Wir konnten einen ersten Blick auf den Titel werfen und wollen euch die Eindrücke natürlich auf keinen Fall vorenthalten.
Worum geht es im Spiel?In Vermeer 2 muss der Spieler wertvolle Gemälde des Malers Vermeer wiederbeschaffen, die dem reichen Erbonkel Walter von Grünschild gestohlen wurden. Die Zeit des betuchten Onkels ist aber knapp bemessen und so muss man sich beeilen, um die Gunst des Onkels und damit das umfangreiche Erbe zu erlangen. Im Erbstreit stehen sich fünf Verwandte gegenüber, die alle durch ein erfolgreiches Plantagenmanagement ausreichend Geld verdienen wollen, um in Auktionen die gestohlenen Gemälde zurückzukaufen. Wer jetzt glaubt, dass all dies langweilig und eine übliche Wirtschaftssimulation sei, der wird überrascht sein, denn das Spiel bietet zahlreiche Features abseits des Grundprinzips. So kann der Spieler Intrigen gegen Mitspieler schmieden, Kunstkurse belegen, um Fälschungen entlarven zu können und vieles, vieles mehr.
Ausgeglichene SpielbalanceDer erste Teil von Vermeer war eindeutig für diejenigen Spieler bestimmt, die Wirtschaftssimulationen lieben und sich mit diesen sehr gut auskennen, doch beim zweiten Teil legen die Entwickler darauf wert, dass ein breiteres Publikum angesprochen wird. Die Schwierigkeitsstufen sind deutlich angepasster und so bedeutet die Spielstufe leicht auch wirklich, dass der Einstiegsspieler einen Spielablauf präsentiert bekommt, der auf ihn zugeschnitten ist. Wer sich schon besser mit dem Genre auskennt oder im Verlauf von

Vermeer 2 Erfahrung gesammelt hat, der kann eine der anderen Stufen auswählen, um sich neuen Herausforderungen stellen zu können. Unterschätzen sollten Zweifler, die Vermeer 2 für ein zu leichtes Spiel halten, die schwierigste Stufe aber auf keinen Fall, denn selbst erfahrene Spieler brauchen ein umfassendes Wissen über Wirtschaftsabläufe und ein Quentchen Glück, um in dieser Stufe bestehen zu können. Übrigens ist der Schwierigkeitsgrad auch mit der Spiellänge verbunden, so dauert eine "leichte" Runde im Einzelspielermodus knapp eine Stunde und eine "sehr schwierige" Runde kann mehrere Tage
dauern, da deutlich mehr beachtet werden muss und das Geld deutlich langsamer verdient wird.
Bewährte Menüführung
Wer den ersten Teil, der 1997 erschien, noch kennt, der wird das Menü in jedem Fall wiedererkennen, denn man setzt auf bewährte Qualität und nicht auf grafische Spielereien. Die Funktionalität steht im Vordergrund und so findet man sich auch schnell zurecht, selbst wenn es einmal hektisch werden sollte, da an einem Ort die Arbeiter streiken und in einer anderen Stadt eine wichtige Bildauktion läuft.
Rundenbasiert an einem PC und kein Netzwerkchaos
Im ersten Teil versuchte man noch einen Netzwerkmodus zu integrieren, doch dieser war nicht nur instabil, sondern auch dadurch nicht erfolgreich, dass man seinen Mitspieler besser genau beobachten sollte, wenn man im Spiel erfolgreich sein möchte. Läuft die Runde zur gleichen Zeit ab, so geht der Überblick schnell verloren und dies ist im neuen Vermeer noch fataler, als im ersten Teil, der vor rund sieben Jahren erschien. Aus diesem Grund entschied man sich schon in einem frühen Stadium der Entwicklung dafür den Netzwerkmodus außer Acht zu lassen und den Fokus auf einen rundenbasierten Spielablauf an einem Computer zu legen. Bis zu fünf Personen können zusammen ein Spiel starten, doch müssen nicht alle Spieler ein Spiel wirklich zu Ende führen. Startet man zum Beispiel zu zweit eine Runde und der Freunde hat keine Zeit mehr, so kann man einstellen, dass der Computer die Kontrolle über diesen übernimmt. Ebenso ist es möglich, dass man selbst die Kontrolle über einen anderen Computerspieler übernimmt.
Ersteindruck:
Mit Vermeer 2 wird im September eine Wirtschaftsimulation erscheinen, die auf eine breite Masse zugeschnitten ist und durch den Schwierigkeitsgrad nicht nur für WiSim-Fans interessant sein wird. Der Preis von nur rund 29,99 Euro liegt auch deutlich unter dem Verkaufspreis anderer ähnlich qualitativ hochwertiger Spiele und ist dadurch ein Grund mehr für einen Kauf. Für das Spiel spricht, dass man bekannte Elemente wie Menüführung und Spielablauf beibehalten und gleichzeitig zahlreiche Features hinzugefügt und verbessert hat.