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Siedler 5: Das Erbe der Könige

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Der Spieler schlüpft in die Rolle des Prinzen Dario, dessen Vater in einem der unzähligen Kriege, des auseinandergerissenen Königreiches, getötet wurde. Dario versucht nun, dass Reich seines Vaters wieder aufzubauen. Mit dem Bau von Siedlungen legt er den Grundstein für den erbitterten Kampf gegen den bösen König Mordred.

Einfaches Siedeln...
Mit Die Siedler - Das Erbe der Könige möchte Blue Byte das Augenmerk wieder mehr auf das Siedeln und die Siedler selber richten. Dabei konzentriert man sich im Vergleich zu den anderen Siedler-Teilen vor allem auf eine einfache Bedienung und ein simpleres Gameplay, um auch Anfängern den Zugang zum Spiel zu vereinfachen. Allgemein ist der Anfang des Spiels wesentlich einfacher gestaltet, durch diverse Zwischensequenzen wird man eingewiesen und bekommt die nächsten Missionsziele erklärt. Daneben hat der Spieler eine Art Mentor, der ihm wichtige Details und Nachrichten sagt und ihm so am Anfang unter die Arme greift.

Wichtig ist der visuelle Aspekt, auf den Blue Byte viel Wert gelegt hat. Durch verschiedene Anzeichen kann der Spieler erkennen, ob es den Siedlern gut geht oder ob es ihnen an Irgendetwas fehlt. Sieht er zum Beispiel einige Siedler im Dorf um ein Lagerfeuer herumstehen, dann sollten bald die Alarmglocken klingeln, denn Irgendetwas macht sie missmutig und demotiviert. Dann heißt es für neue Arbeit sorgen oder den Siedlern einen Platz zum schlafen zu verschaffen. Auch durch das Verändern der Steuern kann man einiges bewirken. Braucht man zum Beispiel gerade Rohstoffe zum Bau neuer Gebäude, so senkt man die Steuern, um die Siedler neu zu motivieren. Ist das Geld aber gerade knapp, so kann man die Steuern erhöhen. Das lässt zwar das Ansehen sinken und die Siedler sind demotivierter und arbeiten schwächer, allerdings spült dies verständlicher Weise mehr Geld in die Kassen.
Neben diesen "freien" Siedlern, die der Spieler nicht zu einer bestimmten Arbeit anweisen kann, besitzt der Spieler auch eine Hand voll Leibeigene, die nach dem Willen des Spielers zur Arbeit angetrieben werden können. Diese können eine Menge Arbeiten verrichten, allerdings keine davon wirklich gut. Dafür stehen
Spezialisten zur Verfügung, die sich nach dem Bau eines Gebäudes, wie etwa einer Steinmine, sofort ans Werk machen und für eine gute Ausbeute sorgen. Nachdem man ein paar Gelehrte beauftragt hat, kann man die errichteten Gebäude upgraden, um so Ertrag und Leistung zu verbessern.

Siedeln in bester Optik
Einen großen Schritt hat Blue Byte bei der Entwicklung der Grafik gemacht. Mit dem fünften Teil siedeln die Siedler endlich in 3D und in einer enorm detailreichen Welt. Man habe "...einen mutigen Schritt in Richtung Realismus gemacht.", so Blue

Byte-Producer Benedikt Grindel. Dies war augenscheinlich der richtige Weg, denn die Spielwelt ist ein Segen für des Spielers Augen. So sieht man das Gras sich im Wind wiegen oder Waldtiere auf ihrer Nahrungssuche. Ein nettes Feature, dass uns beim Pressetermin vorgeführt wurde, ist der Wechsel der Jahreszeiten. Nicht nur die schönen Animationen, wenn Meer, Seen und Flüsse einzufrieren beginnen, sondern auch die daraus resultierenden Möglichkeiten sind genial. Denn die zugefrorenen Gewässer sind für die Truppen der Sieder natürlich begehbar, was zur Folge haben könnte, dass ein Fluss, der vorher für gegnerische Truppen ein Hindernis war, nun einfach überschritten werden kann und so Gefahr für Haus und Hof droht. Allerdings wird der Spieler im Laufe des Spiels damit vertraut gemacht, so dass er bald merkt, wann sich die Natur zu verändern beginnt.

Auch die enorme Detailflut der Gebäude ist wirklich sehenswert. So kann man jedes einzelne Zahnrad des Sägewerks erkennen oder dem Steinmetz bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Dadurch entsteht der altbekannte "Wuselfaktor", der maßgeblich beim Erfolg der Reihe beteiligt war. Weiter vereinfacht hat Blue Byte das Spiel dadurch, dass man nur eine kleine Zahl an verschiedenen Einheiten in das Spiel integriert hat. So gibt es nur drei verschiedene Infanterie-Einheiten und nur zwei verschiedene Typen der Kavallerie. Auch im Allgemeinen wird es weniger Soldaten als Bauern geben. Beim Kommandieren der Einheiten heißt das Zauberwort "einfache Bedienung". Der Spieler wird keinen Soldaten einzeln antreffen, sondern nur Truppenverbände aus jeweils einem "Leader" und einigen Soldaten kommandieren können. Hierbei sterben die Soldaten immer früher als die Leader, damit der Spieler so einen besseren visuellen Überblick über den Zustand seiner Truppen hat.

Beim neuen Teil kann man natürlich auch wieder im Mehrspielermodus siedeln. Dieser wird über die gängigen Spielmodi wie ,Free for all' und über weitere, bisher nicht bekannte, Modi verfügen. Im Internet oder Netzwerk werden bis zu acht Spieler gegeneinander oder zusammenspielen. Weiter Informationen über Besonderheiten sind nicht bekannt.

Ersteindruck:
Mit Die Siedler – Das Erbe der König ist Blue Byte wieder einmal ein sehr gutes Spiel gelungen. Die Bemühungen und die Handhabung so einfach wie möglich zu halten, lassen einiges Versprechen. Auch die Tatsache, dass der Spieler vor allem über visuelle Elemente über das Befinden der Siedler oder andere Dinge informiert wird, hört sich gut an. Vergessen scheinen die mit Informationen überquellenden Menüfenster, die vor allem auf Anfänger eher abweisend wirkten. Die fast atemberaubende Grafik sorgt für lachende Spieleraugen. Im Spiel wird der Spieler genügend Zeit haben, die detailliert dargestellten Arbeitsabläufe in den Gebäuden oder die unzähligen interessanten Elemente in der Natur zu bewundern. Pünktlich zum diesjährigen Weihnachtsfest könnte Die Siedler V den Thron des Strategie-Genres erneut erklimmen.
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