Nach einer recht langen Pause, in Sachen weibliche Spielheldinnen, dürfen wir ab dem 20. August mit Angie Prophet, auf die Jagd nach dem vierten Reiter der Apokalypse gehen. Was genau euch im innovativen Ego- Shooter aus dem deutschen Braunschweig erwartet erfahrt ihr in unserer Vorschau zu Psychotoxic.
Eigentlich hätte Angie- kurz für Angela- Prophet nie damit gerechnet eines Tages die Welt retten zu müssen. Als ganz normale Teenagerin verdient sie sich ihr Geld in einem schmutzigen und relativ unbekannten Pub namens Devils Inn. Als ihr eines Tages offenbart wird, dass nur sie fähig ist, den vierten Reiter der Apokalypse zu zerstören. Zunächst fragt man sich natürlich, was denn nun dieser seltsam klingende Name überhaupt darstellen soll. Tief unter der Stadt New York befindet sich diese kleine Maschine aus dem antiken Babylon. Doch sie ist nicht etwa da um von Schatzsuchern gefunden und in einem Museum ausgestellt zu werden. Der vierte Reiter der Apokalypse produziert kontinuierlich Naniten, welche speziell auf die Gewaltförderung der menschlichen Sinne ausgelegt wurden und sich rasend schnell auf der ganzen Welt verteilen. Aktiviert wurde diese Höllenmaschine von einem fanatischen Satanisten namens Reverend Aaron Crowley. Dieser beabsichtigt hiermit eine totale Anarchie und die Stürzung der Welt ins Unglück herbeizuführen. Unterstützung findet er hierbei von korrupten Politikern, welche in höchsten Kreisen verkehren und Führungspositionen in der ausführenden und richterlichen Gewalt New Yorks repräsentieren. Natürlich wird er diese Kontakte nutzen um es Angie bei ihrer Aufgabe so schwer wie nur irgend möglich zu machen. Und die Uhr tickt, denn die ganze Welt ist bereits auf diese Verschwörung aufmerksam geworden und plant die Stadt, mittels thermonuklearer Waffen, dem Erdboden gleich zu machen. Genau an dieser Stelle springt der Spieler in Form von Angie Prophet ein, um diese Katastrophen zu verhindern.
Engelskräfte Besondere Fähigkeiten verleihen Angie Prophet auf ihrem Abenteuer einen gewissen Vorteil gegenüber ihren Widersachern. Diese treten nämlich sehr zahlreich auf. Mit insgesamt 90 verschiedenen Gegnerarten soll man es in Psychotoxic zu tun bekommen. Von verrückten Sektenanhängern und verschiedenen New Yorker Gangs über Zombiehorden und Symbionten mit Flammenwerfen bis hin zu
Polizeibeamten und FBI-Agenten rennt Angie so ziemlich alles vor die Flinte was man sich denken kann. In Shootern bereits schon fast zum Standard geworden, beherrscht Angie auch die Verlangsamung der Zeit, sprich Bullet-Time. Durch die Matrix-Trilogie bekannt geworden, setzt sich diese Zeitlupentechonologie nun auch hier durch. Stark verlangsamt fallen Gegner durchlöchert von heißem Blei um, Patronenhülsen fallen wie Regen auf den Boden und die Umgebung wird gekonnt zu einem Schweizer-Käse verarbeitet. Außerdem stehen Angie eine Reihe an telepatischen Fähigkeiten, darunter auch die Möglichkeit sich in die Gedanken der Gegner
„einzuklinken“, zur Verfügung. Einmal dort angelangt, wird das Böse in den Köpfen der Feinde innerhalb skuriler Levels, wie z.B. einer von Werwölfen besiedelten Westernstadt, mit passendem 60er Jahre, braun-weiß-Filmlook, weiter bekämpft. Zudem kann sie ihre Moleküle für eine kurze Zeit deformieren, sodass sie für ihre Gegner gänzlich unsichtbar wird. Hierzu kommt noch ein beschwörbarer Schutzschild und die Möglichkeit sich selbst zu heilen.
New York, New York Auf ihrem Kreuzzug gegen das Böse durchforstet Angie Prophet bekannte Sehenswürdigkeiten New Yorks, sowie mehrere Stadtteile der Mega-City. Hierzu zählen, Manhattan, Brooklyn, die Freiheitsstatue, ein Museum und der bekannte Central Park Sogar nach Washington darf Angie sich begeben.. Hierbei ist sie nicht ausschließlich per pedes unterwegs, sondern darf auch Beispielsweise am MG eines Helikopters platz nehmen, welcher sie durch die Häuserschluchten ,auf der Jagd nach feindlichen Lufteinheiten, transportiert. Apropos, natürlich darf die Protagonistin auf jede Menge Ballermänner zurückgreifen um sich dem Bösen zu entledigen. Eine breitgefächerte Auswahl an Pistolen, Maschinenpistolen und Gewehren stehen ihr hierbei zur Verfügung. Wobei die beiden Ersten sogar doppelt, Links- und Rechtshändig zugleich, eingesetzt werden können. Einmal von selbigen getroffen fallen Gegner und Objekte, dank Ragdoll-Physik- Engine, realistisch zu Boden. Möglich macht dies die in der Trinigy Vision- Engine eingebettete Technologie, welche Gegner von Häuserdächern fallen, durch Tische krachen und Treppen hinunter purzeln lässt. Abgesehen davon bietet sie eine superbe Optik, welche sich durch den Einsatz mehrerer Shader- Technologien vor der Konkurrenz absolut nicht zu verstecken braucht. Selbst das Wasser, welches seit Far Cry- ebenfalls eine deutsche Produktion- einiges an Realismus gewann, plätschert in Psychotoxic wunderschön dahin. Was die USK-Wertung von Psychotoxic angeht, so ist man sich momentan bei Nuclearvision noch etwas im Unklaren. Das Spiel wurde der USK bis dato nicht vorgelegt. In ersten Trailern und auf Screenshots spritzt der rote Lebenssaft doch bereits recht üppig. Hoffen wir also, dass der Titel für den deutschen Markt nicht zu sehr entschärft wird, und man im Hause Nucleavision auch die Wertung: „Keine Jugendfreigabe“ in Kauf nimmt.
Ersteindruck:
Mit Nuclearvision bahnt sich erneut ein Shooter aus deutschen Landen die Bahnen gegen die Konkurrenz und macht dabei einen recht guten Eindruck. Die Story liest sich bereits jetzt spannend und auch die Grafik kann überzeugen. Die verrückten Gedanken-Level-Einlagen verleihen Psychotoxic einen ganz besonderen Touch und sorgen für Abwechslung. Bleibt abzuwarten wie das Endprodukt aussehen wird. Ich bin auf jeden Fall sehr auf erstes spielbares Material gespannt.