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Hype it!
Release: XBox 360: 1. Quartal 2009
PC: 1. Quartal 2009
Status: keine Angabe
Plattformen: PC, XBox 360
Publisher: dtp Entertainment AG
Entwickler: Gamecock
Genre: Shooter
Off. Seite: keine Angabe
Fansite: keine Angabe

Eine Spionin im Kampf gegen die Nazis!

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Hype it!
Auf der Games Convention konnten wir unter anderem einen Blick auf Velvet Assassin werden. Nachdem der Titel bereits auf der E3 mit einer Mission im Warschauer Ghetto vertreten war, folgte nun ein Ausflug in einen düsteren Bunker. Die Entwickler zeigten uns in "The Lost" ein siffiges Gemäuer, die Tücken von explosivem Treibstoff und taktisches Vorgehen. Was sich dahinter verbirgt? Das verraten wir euch nach einem kurzen Blick auf die Hintergrundgeschichte des Spiels.

Ihr schlüpft in die Rolle von Violette Summer, einer jungen Britin in der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Wir schreiben die Zeit, in der die Raketen der Wehrmacht immer häufiger die Vororte von London treffen. Viele Alliierte Soldaten befinden sich im Krieg gegen die Achsenmächte, denn jede helfende Hand ist im Kampf nötig. Eines Tages bedeutet das für den Ehemann der jungen Protagonistin und Mutter leider den Tod. Von nun an schwört sich Violette, selbst als Spionin in den Kampf zu ziehen. In den unterschiedlichsten Missionen erleben wir nun die Geschehnisse in einer Retrospektive. Mittlerweile liegt Violette nämlich im Hospital im Koma, doch zuvor kämpfte sie im Warschauer Ghetto oder an der Westfront in Frankreich für den britischen Geheimdienst MI-6. Dabei führt es sie auch in den Hamburger Hafen, wo sie für die Alliierten Bomber Leuchtmarkierungen setzt und sie in die Stadt geleitet. Ganz abwegig ist es nicht, was uns die Entwickler da auftischen. Mit Violett Szabo gab es tatsächlich eine Britin, die nach dem Tod ihres Mannes dem Geheimdienst auch hinter den feindlich Linien zur Hilfe kam.

Die Rolle der Violette Summer ermöglicht heiße Ballerszene ebenso wie schwere Schleicheinlagen.

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In der Mission auf der Games Convention erleben wir jedoch eine etwas andere Atmosphäre. Es ist düster, Wasser tropft von den Wänden. Ablagerungen haben sich abgesetzt, auf dem Boden liegen Scherben und Rost bedeckt die Leitungen. Der Bunker ist in keinem guten Zustand - und das ist die Chance für uns. Wir schleichen uns nach dem Fallschirm-Absprung ins Gemäuer und versorgen uns an einem Spind erst mal mit einer Pistole. Zeitgleich können wir zwei Schusswaffen tragen: Pistole und Gewehr. Zudem gehört auch ein
Messer zur ständigen Ausrüstung. Von der Shotgun bis zur Handfeuerwaffe greifen die Entwickler dabei auf reale Vorlagen zurück. Das gilt auch für die Missionen und die Darstellung der Protagonistin: Realistisch soll es sein. Deswegen hat Violette auch keine riesigen Brüste wie Lara Croft oder die Dead or Alive-Frauenriege, sondern eine normale, wenn auch sehr gut gebaute Statur - sie macht in ihren Lederkostüm eben eine sehr gute Figur.

Ob nun die Lederkombination oder das Pilotenoutfit - alle Uniformen und Kleidungsstücke haben einen Sinn. Die Nazi-Unform dient der Tarnung in besonders heiklen Missionen, das Nachthemd für Einblicke in die aktuelle Situation im Spital. Wir schleichen im Pilotendress durch dunkle Gänge, wobei Violette von einem pinken Schatten umgeben wird. Der gibt einzig und allein an, ob wir uns gerade im Licht oder Schatten befinden. Langsam pirschen wir durch die Gänge, immer näher an den ersten Gegner. Mit einem Messerhieb ist er dahin und wir schnappen uns den Schlüssel zur Bunkertür. Es ist oft auch möglich, Feinde zu umgehen, ohne Gewalt anzuwenden. In einigen Missionen soll es zudem Belohnungen für möglichst wenig getötete Gegner geben. Und dabei wird schnell klar, dass es wichtig ist, immer auf die eigenen Handlungen zu achten. Wer rennt, macht laute Geräusche. Und auch Glasscherben auf dem Bonden sollte man nicht durchlaufen. Sogar Körper können aus dem Weg geräumt werden, aber auch dabei gilt: möglichst keine Geräusche machen, denn der Feind hört mit.

Der Ersteindruck ist gut. Setzen die Entwickler die Abwechslung des Test-Levels im ganzen Spiel durch, macht der Titel richtig Spaß.

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Gerade tasten wir uns aus einem Gang zurück, wiegen uns in Sicherheit. Aber plötzlich steht ein Feind hinter uns. Blitzschnell aktivieren wir das Morphium aus unserem Repertoire und tauchen damit in eine Art Traumwelt ein. Da sich Violette im Koma an die Geschehnisse nur erinnert, können wir wie in Slow-Motion in die Handlung eingreifen. Der Gegner ist danach zum Beispiel wie gelähmt und einfach auszuschalten - wir entgehen dem sicheren Tod. Ob die Spielidee aber tatsächlich langfristig für Spaß sorgt, muss sich erst zeigen. Bisher wirkt das Gameplay sehr durchdacht und unterhaltend. Da wir aber nur kurze Zeit spielen konnten, fehlt noch der gefestigte Eindruck. Für den Moment konnte sich der Titel jedenfalls besser schlagen als gedacht. Das gilt übrigens auch für die Optik: Die Bewegungen der Protagonistin wirken rund und in sich stimmig. Nur das Gesicht ist ein wenig kantig und mit wenig Mimik ausgestattet. Große Änderungen sind hier wohl nicht mehr zu erwarten. Dafür stimmen die Effekte: Die blutroten Explosionen zerren an den Nerven, als wir aus dem Bunker flüchten. Wir haben das Treibstofflager im Inneren erfolgreich zerstört. Ein, zwei, drei Schüsse und die Gegner erliegen der Macht der Schrotflinte. Ein fulminantes Ende einer Mission. Und vielleicht sogar ein kleiner Ausblick auf noch mehr Action, noch mehr Spaß?

Ersteindruck:

Velvet Assassin könnte auf lange Sicht über den ausgenudelten Zweiten-Weltkriegs-Trott hinausgehen. Allerdings muss noch ein klarer und vor allem langfristiger Eindruck her. Um über ein solides "gut" hinauszukommen, müssen wir erst noch die Qualität der Missionsübergänge und vor allem mehrere Einsätze am Stück erleben. Momentan steht der Wind nach vielen unterschiedlichen Arten der Interaktion. Und das stimmt erst mal recht positiv, aber da kann noch so viel passieren. Zum Positiven, hoffe ich ...
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