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Hype it!
Release: PS3: 13.06.2008
XBox 360: 13.06.2008
NDS: 11.07.2008
Status: keine Angabe
Plattformen: NDS, PS3, XBox 360
Publisher: 2K Games
Entwickler: Firaxis
Genre: Strategie
Off. Seite: civilization.com
Fansite: keine Angabe

Konsolen-Revolution?

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Hype it!
Für den ersten Konsolenauftritt von Civilization ging das Entwicklerteam von Firaxis auf Nummer sicher und involvierte Sid Meier in den Entwicklungsprozess. Verständlich, schließlich sind erfolgreiche Strategieumsetzungen in der Konsolenwelt eine Rarität. Der Masterplan für eine erfolgreiche Revolution sieht daher so aus: Funktionen einschränken, Steuerung angleichen und dennoch viel Umfang bieten. Letzterer hat nicht nur einen ausgereiften Singleplayer-Part, sondern bietet auch drei verschiedene Multiplayer-Modi, in denen sich bis zu vier Spieler messen können.

Neue Siedler braucht das Land, immerhin wollen wir ja expandieren...

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Den ersten Schritt in der äußerst bunten, teilweise animierten Welt machen wir mit den kampferprobten Römern. Sie stellen eine der insgesamt 16 verschiedenen Nationen dar, mit denen ihr um jedes Stückchen Land kämpfen könnt. Wie auch schon in den anderen Teilen, schlagt ihr euch in der Zeit vor Christi zunächst mit nur einem Dorf herum. Ein spärlicher Trupp Krieger hilft dabei, euer Hoheitsgebiet zu erweitern, andere Völker zu vertreiben und neue Städte zu gründen. Hier liegt auch schon der erste Stolperstein: Wer blindlings durch die Gegend kämpft und seine Hauptstadt vernachlässigt, könnte in nur einer Spielrunde scheitern - dann nämlich, wenn eines der gegnerischen Völker euer armes, wehrloses Dörflein einnimmt. Da helfen leider auch keine Städte in anderen Gebieten: Hauptstadt bleibt Hauptstadt und diese muss beschützt werden. Damit euch solch ein Fauxpas erspart bleibt, könnt ihr Krieger in eurer geliebten Heimat verschanzen, die im späteren Verlauf mithilfe von besonderen Boni eure Stadt schützen. Um den glorreichen Sieg zu erlangen, stehen euch außerdem noch drei weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Technologie-Begeisterte bauen ihre Wissenschaft so weit aus, bis sie die Weltraummission nach Alpha Centauri starten können - hierbei sei gesagt, dass das sehr lange dauert. Ähnlich mühsam ist das Sammeln von 20.000 Goldstücken, mit denen ihr eine Weltbank errichten und den Sieg eintüten könnt. Auch nicht sonderlich leicht ist
das Erschaffen von 20 Wundern, 20 bekehrter Städte oder 20 großer Persönlichkeiten. Für die meisten Spieler dürfte also die üblichste aller Varianten, das Erobern der Hauptstädte, interessant sein.

Hin und wieder entdeckt ihr Kleinigkeiten, die gestrichen wurden, oftmals aber auch altbekannte und neue Funktionen, die toll umgesetzt wurden. In den Städten könnt ihr frei nach eigenem Gusto entscheiden, welche Rohstoffe ihr ernten, welche Art Menschen ihr in euer Dorf lassen und welche Großbauten ihr in Auftrag geben wollt. Imposante Wunder bringen euch zwar oft nützliche Boni, brauchen aber meist mehrere Spielrunden, bis sie fertiggestellt sind. Ähnlich ist das bei den Wissenschaften, die ihr meist von anderen Dörfern und Völkern erlernt. Hier öffnet sich ein Fenster, in dem ihr entscheiden könnt, welche Wissenschaft ihr nun erkunden wollt. Habt ihr mehrere Dörfer eingenommen, ist meist die erste größere Stadt nicht weit entfernt. Dann ist es nützlich, auf ganze Armeen zu setzen, die ihr durch die Gruppierung dreier Soldaten-Truppen erstellen könnt. Das Management der einzelnen Städte und Truppen mag kompliziert klingen, geht aber nach einigen Minuten in Fleisch und Blut über. Da muss man den Jungs von Firaxis ein dickes Kompliment machen. Diese rudimentäre und doch vielseitige Steuerung lässt den Wunsch nach Tastatur und Maus schnell verschwinden.

Optisch entzücken vor allem die detailierten, lustigen Charaktere, die nicht nur die Text-Fenster erheblich aufwerten, sondern auch für den ein oder anderen Lacher sorgen. Die Karte dagegen ist nur leicht animiert. Eure Siedler laufen hier und da hoch und runter, bücken sich vielleicht mal, aber viel mehr gibt es nicht zu sehen. Wellen schwappen an die Küste und kleine Delfine schlagen ab und zu mit ihrer Flosse durchs Wasser. Ein klein bisschen mehr Bewegung könnte es schon noch sein - warten wir es ab.

Hier plantscht ein Krieger ins Wasser und lässt nur noch einen unserer tapferen Kämpfer zurück.

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Im Multiplayer soll der Free4all-Modus das Herzstück werden. Hier können vier Spieler jederzeit gegeneinander antreten. Bei der ersten kleinen Mehrspieler-Schlacht im Münchner 2k-Büro hatten wir schon eine Menge Spaß. Ihr könnt eurem Gegenüber nicht nur Dörfer wegschnappen, sondern auch in fiese Fallen locken. Raucht ihr zum Beispiel in der zweiten Runde noch eine Friedenspfeife und freut euch über ein Abkommen, könnt ihr in Runde vier zum Todesstoß ansetzen und die Hauptstadt angreifen. Zugegeben, das ist nicht grade die feine englische Art, aber meinen Azteken war das sichtbar egal. Freude über den Sieg, ordentlich Geld und eine weitere Stadt helfen da schnell über den Verlust eines ehemaligen "Freundes" hinweg.

Ersteindruck:

Rund drei Stunden Civilization-Multiplayer und erste Erfahrungen im Singleplayer - schon waren meine anfänglichen Bedenken wie weggeblasen. Die Steuerung ist zwar nicht sonderlich intuitiv, aber schon nach wenigen Minuten erlernt. Grafisch wird Civilization Revolution mit Sicherheit keine Awards abräumen, doch sind solche Auszeichnungen auch gar nicht der Anspruch des legendären Rundenstrategiespiels. Vielmehr punktet Sid Meiers erstes Konsolen-Werk durch die Vielfalt der Völker, den Aufbau und die Möglichkeit, Stück für Stück die ganze Welt zu erobern. Ich bin gespannt, wie sich Revolution in der fertigen Fassung schlägt.
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