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Hype it!
Release: PC: 09.05.2008
Status: Released
Plattformen: PC
Publisher: Anaconda
Entwickler: Chimera Entertainment
Genre: Strategie
Off. Seite: windchaser-game.de
Fansite: keine Angabe

Vom Studentenprojekt zum Geheimtipp

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Hype it!
Noch mehr Taktik bringen die Items ins Spiel. Im Laufe der Geschichte findet die Crew der Windchaser so manches brauchbares Artefakt, das für nützliche Boni sorgt. Jede Gruppe kann genau einen dieser besonderen Gegenstände bei sich tragen. Es gilt also genauestens zu überlegen, welcher magische Effekt, welche Rüstung oder welch anderer Bonus eine Gruppe stärken soll. Daneben lässt sich eine Gruppe noch mit einem Trank ausstatten, der nach Gebrauch natürlich verschwindet. Diese erfrischenden und stärkenden Gebräue könnt ihr - eine entsprechende Ausbaustufe vorausgesetzt - auf eurem mobilen Hauptquartier herstellen.

Richtig gehört, die Windchaser ist nicht einfach nur ein schicker Truppentransporter. Nein, dieses extravagante Luftschiff ist eine komplette fliegende Basis mit allem drum und dran. Hierhin ziehen sich besiegte Einheiten zurück, um sich zu regenerieren, hier werden neue Mitstreiter rekrutiert, hier werden neue Technologien erforscht, gefundene Gegenstände aufbewahrt und einiges mehr, je nachdem wie man sein schwebendes Einsatzlager ausbaut. Denn nicht nur die Helden steigen durch erfolgreiche Schlachten und erledigte Aufträge im Level auf, auch die Windchaser wächst beständig. Dieser Ausbau, der über eine Art "Talentbaum" erfolgt, ersetzt den sonst in Strategiespielen üblichen Basisbau.

Aussichtstürme sind der Dreh- und Angelpunkt vieler Missionen in Windchaser.

Nur eines fehlt Caines schickem Luftschiff: Ein Ausguck. Und das ist auch der Grund, warum die Missionen sich fast immer um das Einnehmen bestimmter Aussichtstürme drehen. Bevor die Windchaser nämlich in unbekanntes Territorium vordringen kann, muss zunächst die Umgebung erkundet und gesichert werden. Leider sind die Aussichtstürme dabei nur selten bloß von lästigen Touristen besetzt, sondern zumeist von Räuberbanden, wilden Tieren und noch Schlimmerem.
Insgesamt 15 Karten gilt es auf diese Art und Weise nach und nach aufzudecken und dabei alle möglichen Haupt- und Nebenquests zu erledigen. Auch wenn der Basisbau genau wie Ressourcen keine Rolle spielt, gibt es dennoch das ein oder andere wichtige Gebäude in der Welt von Ensai. Dies sind Ausbildungsstätten, die bei ausreichend gesammelten Erfahrungspunkten ein Spezialisierungstraining für die Einheiten anbieten. Ein Charakter des Ranges Novize kann an diesen Orten, sobald er Level fünf erreicht hat, zu einer von drei Grundklassen (Soldat, Schurke, Arkanist) ausgebildet werden. Diese Grundklassen können wiederum bei Erreichen des fünften Levels weiter spezialisiert werden. Hierzu muss man jedoch zuerst das richtige Gebäude finden, denn wo Kämpfer im Choas-Stil Unterricht werden, wird man kaum einen Lehrer für den Disziplin-Stil finden. Die Helden wie Ioan, Caine und Shara können nicht wie die einfachen Einheiten über diese Trainingslager ausgebildet werden, bei ihnen findet die Charakterentwicklung ausschließlich über das Aufleven statt.
Letztendlich tendiert Windchaser aufgrund der vielen typischen Rollenspiel-Elemente also eher in Richtung eines taktischen Rollenspiels, als in Richtung eines Strategiespiels mir RPG-Elementen.

Grafisch setzt Windchaser sicherlich keinen Meilenstein. Insbesondere die Charaktere hätten ruhig ein paar Details mehr vertragen können und auch die Kampfanimationen sind auf die Dauer ein wenig zu eintönig. Es ist aber eine klare Linie bei der grafischen Umsetzung zu erkennen, wodurch die Welt insgesamt sehr stimmig wirkt. Besonders viel Atmosphäre wird durch die brillanten deutschen Sprecher erzeugt, bei deren Auswahl sich offensichtlich wirklich Mühe gegeben wurde. Auch die dezente, aber gelungene Hintergrundmusik trägt zur in sich stimmigen Fantasy-Atmosphäre bei.

Ersteindruck:

Ganz abgesehen von den frischen Gameplay-Ideen finde ich es vor allem klasse, dass Windchaser einmal kein AAA-Titel aus dem Hause EA oder Ubisoft ist, in dessen Entwicklung etliche Millionen geflossen ist. Chimera Entertainment ist vielmehr aus einer Abschlussarbeit einiger Studenten der Mediadesign Hochschule München hervorgegangen und setzt sich dementsprechend aus jungen, motivierten Entwicklern zusammen, die über unverbrauchte Ideen verfügen und von den Publishern noch nicht auf die immer gleichen Standards getrimmt wurden. Schön, dass dtp dieses Potential erkannt hat und damit den deutschen Entwicklernachwuchs aktiv fördert. Nach der Preview-Version zu urteilen, hat sich dieses Vertrauen in den Nachwuchs jedenfalls gelohnt. Das komplexe Kampfsystem dürfte Casual-Gamer zwar eher vergraulen, aber wer Party-basierte Rollenspiele, Spellforce und andere Taktik-lastige Spiele mag und zudem Wert auf eine hervorragende Story legt, der dürfte auch mit Windchaser seinen Spaß haben. Seit dem 9. Mai steht dieser Geheimtipp für gerade mal 30 Euro in den Läden.
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Kommentare

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  • 12.05.2008 - 19:15 Uhr madjoe

    ist ein super spiel !!!
    kaufen !!!

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