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Hype it!
Release: PC: 09.05.2008
Status: Released
Plattformen: PC
Publisher: Anaconda
Entwickler: Chimera Entertainment
Genre: Strategie
Off. Seite: windchaser-game.de
Fansite: keine Angabe

Vom Studentenprojekt zum Geheimtipp

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Hype it!
Dass Strategiespiele gerne mit ein paar Rollenspiel-Elementen aufgepeppt werden, ist nichts Neues mehr. Viele Entwickler haben erkannt, dass das klassische RTS-Prinzip mit einer Prise "Item-Sammel-Sucht" und einem guten Schuss Charakterentwicklung für noch mehr Spielspaß sorgt. So auch die Newcomer von Chimera Entertainment. Ihr Erstlingswerk, das aus einem Studienprojekt an der Mediadesign Hochschule München hervorgegangen ist, geht sogar noch einen Schritt weiter, denn bei Windchaser lassen sich nicht nur Helden bewegen und leveln, sondern gleich das ganze Basislager.

Der Mix aus Strategie und Rollenspiel macht Windchaser zu dieser ganz speziellen Sorte von Spiel, bei denen man einfach nicht weiß, in welche Genre-Schublade man sie nun stecken soll. Wer jetzt an Spellforce denkt, ist schon auf dem richtigen Weg, aber trifft den Nagel noch nicht auf den Kopf. Wie sich der innovative Genre-Mix aus deutschen Landen wirklich spielt, konnten wir nun anhand einer Preview-Version selbst herausfinden.

Für Windchaser schufen die Entwickler eine eigene Fantasy-Welt namens Ensai.

Die Geschichte von Windchaser spielt sich auf der Welt Ensai ab. Trotz des fantasievollen Namens lässt sich fast eher von einem Sci-Fi- als von einem Fantasy-Setting reden. Denn im Prinzip ist Ensai unserer geliebten Mutter Erde nicht unähnlich. Man stelle sich einfach vor, dass es in nicht allzu ferner Zukunft zum Dritten Weltkrieg kommt, die verfeindeten Parteien auch vor dem Einsatz atomarer Waffen nicht zurückschrecken und in Folge dessen das Öko-System vollkommen aus dem Gleichgewicht gerät. Die Meere verdampfen, es kommt zu Mutationen und die Vegetation versucht sich an die neuen Verhältnisse
anzupassen. In Windchaser heißt dieser globale Krieg allerdings nicht Dritter Weltkrieg sondern Ahnenkrieg, welcher durch den "Weltenbrand" beendet wird. Seit diesem sind ganze sechs Jahrhunderte vergangen und auch wenn die Menschheit nicht vollständig ausgestorben ist, so hat sie doch einen großen Schritt zurück getan. Viele technische Errungenschaften von der Zeit vor dem Weltenbrand sind verlorengegangen und so bestimmt vor allem der Glaube an die Religion der Zweifaltigkeit das neue Leben der Menschen.

Eine besondere Stellung in dieser neuen Ordnung nehmen die Gilden ein. Sie halten mit ihren durch Magie angetriebenen Luftschiffen den Handel zwischen den Siedlungen aufrecht, bergen alte Artefakte aus längst vergessenen Ruinen und sind sich als eine Art Söldner auch sonst für kaum etwas zu schade. Einer solchen Gilde will sich auch Ioan, der Avatar des Spielers, anschließen. Und schon im Tutorial trifft er bei seiner Gildensuche auf Shara und Caine, der - wie es der Zufall eben so will - Anführer der Windchaser ist. Im Laufe von Ioans abenteuerlicher Reise mit Caine und Shara kommt es zu einem Bürgerkrieg zwischen den reformistischen und den orthodoxen Anhängern der Zweifaltigkeit und die Crew der Windchaser befindet sich natürlich mittendrin. Das ist zwar längst nicht die einzige Bedrohung, doch mehr soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.

Das Interface ist auf den ersten Blick ungewohnt und geht erst nach ein wenig Einarbeitungszeit wirklich in Fleisch und Blut über.

Jeder kennt das Prinzip: Stein besiegt Schere, Schere besiegt Papier und Papier besiegt Stein. Genau so funktioniert auch das Kampfsystem von Windchaser. Jeder Charakter ist einem von drei Kampfstilen zugeordnet: Disziplin, Konzentration oder Chaos. Jeder Stil ist einem anderen über- und einem dritten unterlegen. Aber ganz so simpel wie das bei Uneinigkeiten gern zur Lösung herangezogene "Sching, Schang, Schong" ist Windchaser dann doch nicht. Die erste taktische Entscheidung muss schon vor dem Kampf getroffen werden, und zwar die Wahl des Anführers. Je nachdem, welchen Stil der Anführer der gegnerischen Gruppe einsetzt, sollte man einen seiner Streiter zum Anführer ernennen, der den jeweils überlegenen Stil bevorzugt. Dies hängt mit dem Anführerbonus der verschiedenen Einheiten zusammen, der in manch einer Situation von entscheidender Bedeutung sein kann und dementsprechend weise ausgewählt werden sollte.

Das Wort Gruppe benutze ich übrigens nicht ohne Grund, denn in Windchaser gibt es keine großen Armeen, die sich auf ausgedehnten Schlachtfeldern gegenüberstehen. Stattdessen kommandiert ihr maximal vier Gruppen, die bis zu fünf Einheiten umfassen. Auch hier ist der klare Einschlag des Rollenspiels zu erkennen, denn fünf individuelle Helden zu steuern, das erinnert stark an klassische Party-basierte RPGs.Jede Einheit verfügt weiterhin über eine zu ihrem Kampfstil passende Fähigkeit. Diese Spezialattacken, Heilzauber und Ähnliches können im Kampf jedoch nur eingesetzt werden, wenn der zugehörige Stil-Vorrat (in der Rollenspielsprache natürlich "Mana") aufgefüllt ist. Die Disziplin-, Konzentrations- und Chaos-Anzeige füllt sich praktischerweise ganz von allein, solange im jeweiligen Stil gekämpft wird. Die Schwierigkeit besteht darin, abzuwägen, wann zu einem anderen Stil übergegangen werden sollte, um eine bestimmte Fähigkeit desselben einsetzen zu können. Aufpassen muss man auch, welche Angriffe der Gegner einsetzt, denn nur so kann man im richtigen Moment mit der richtigen Gegenmaßnahme kontern. In den allerersten Kämpfen ist dieses System noch ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber hat man den Dreh erst einmal raus, stellt sich recht schnell Routine ein.
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Kommentare

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  • 12.05.2008 - 19:15 Uhr madjoe

    ist ein super spiel !!!
    kaufen !!!

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